Wie funktioniert die Sondenentwöhnung?







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8 Gründe, warum Eltern die Sondenernährung Ihrer Kinder fortsetzen



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Die medizinische Gemeinschaft betrachtet die Nahrungsmittelaversion oft als Krankheit. Das muss jedoch nicht der Fall sein. Sie kann, in manchen Aspekten, als Charaktereigenschaft eines intelligenten Kindes gesehen werden. Hier erfahren Sie wie:

  1. Die Kinder erfuhren besonderen Stress in der oralen Region. Es gibt Beweise dafür, dass während der Behandlung auf der neonatologischen Intensivstation das Einführen und Herausnehmen der Sonde Stress verursacht hat. Es gibt auch immer mehr Anzeichen dafür, dass beruhigende, langsame und sanfte Bewegungen und Berührungen dem erfahrenen Trauma des Kindes im Mundhöhlenbereich entgegenwirken.
  2. Die Kinder haben keine wohlschmeckenden Flüssigkeiten kennengelernt. Früher bot man ihnen auf der neonatologischen Intensivstation Zitronenstäbchen zum desinfizieren an. Heute sind es kleine Drops aus Muttermilch, sofern sie davon nicht würgen müssen.
  3. Die Kinder haben Angst vor Nahrung, egal ob flüssig oder fest, denn sie haben Angst, dadurch zu würgen. Das mag stimmen, doch das ist keine Nahrungsmittelaversion — es ist einfacher Selbstschutz, und zeigt, dass das Kind versteht, was Nahrung ist.

Eine Nahrungsmittelaversion wird oft bei komplett sondenernährten Kindern diagnostiziert. Jedoch zeigt kein Tier Interesse an Nahrung, wenn es satt ist. Genauso ist es auch bei Kindern, wenn sie nur kurze 3-4 stündige Pausen zwischen dem Füttern haben; die Sättigung dauert länger an und das Kind erfährt nie Hunger. Manchmal sind langfristig sondenernährte Kinder nie hungrig und wollen nie essen. Der Hunger-Sättigungs-Zyklus ist eine nette Erfindung der Natur, die uns dazu bringt, an neuer Nahrung interessiert zu sein; wie wir von jungen Mädchen wissen, die nicht essen möchten und gegen diesen Zyklus ankämpfen und letztendlich ihren Hungerinstinkt verlieren. Auf ähnliche Weise können Babys ihren Hunger verlieren, weil sie ihm nie ausgesetzt sind.

Ein weiterer Grund für die Nahrungsmittelaversion ist, dass die Eltern zu viel Nahrung anbieten. Das Ablehnen des Angebotenen geschieht nur, wenn das Anbieten am Beginn der Interaktion steht. Jeder junge Mann kennt das aus seiner eigenen Erfahrung in Bars und Restaurants — wenn er in Stimmung ist, nach einer Verabredung zu fragen, wird er eine Frau ansprechen, und er muss darauf vorbereitet sein, abgewiesen zu werden. Das gleiche passiert den Eltern. Sie warten nicht auf ein Zeichen, wie es unser junger Mann auch tun sollte, sondern gehen mit der Nahrung auf das Kind zu, weil sie das Kind essen sehen möchten. Das interessiert das Kind aber nicht, und es lehnt das Essen ab. Wie unser junger Mann, der besser die Geduld und Coolness gehabt hätte, auf ein Zeichen der Frau zu warten, und vielleicht seine Verabredung mit ihr bekommen hätte, bringt auch das Warten auf ein Zeichen des Kindes mehr Erfolg.

Daher ist die Nahrungsmittelaversion als eine intelligente Reaktion des Kindes zu sehen, das nicht essen möchte; nicht hungrig ist; nicht an der angebotenen Mahlzeit interessiert ist; oder, am häufigsten, eines Kindes, das ein zu oft gemachtes Angebot einfach ablehnt. Die Lösung für dieses Symptom sind zwei Prinzipien: Erstens, lassen Sie Hunger zu und überwinden Sie Ihre Bemühungen, ihr Kind solle nur dann Essen, wenn Sie selbst es wollen; und zweitens, holen Sie sich Hilfe. Kontaktieren Sie uns, um herauszufinden, wie wir Ihnen und Ihrem Kind helfen können, Ihre Ess- und Fütterprobleme zu lösen.

Peter Scheer