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7 Gründe, Ihr Kind von der Ernährungssonde zu befreien







Die 3 Arten von Ernährungssonden & ihre unerwünschten Begleiterscheinungen







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Eine PEG-Sonde ist eine Sonde, die von außen durch die Bauchwand in den Magen gelegt wird und die Sondennahrung direkt in den Magen leitet, indem der Mund des Kindes umgangen wird. Dadurch können Ärzte und Eltern die Flüssigkeit und Nahrung, die ein Kind für Wachstum, Entwicklung und Gesundheit braucht, kontrollieren. Abhängig vom zugrundeliegenden Gesundheitszustand des Kindes, wird eine Sonde als vorübergehende oder als dauerhafte Maßnahme gelegt.

Häufige Gründe für das Legen einer PEG-Sonde sind:

  • angeborene Fehlbildungen von Mund, Ösophagus, Magen, Darm
  • extreme Frühgeburtlichkeit
  • massive Gehirnschädigungen
  • Fehlbildungen des Herzens
  • globale Entwicklungsverzögerungen
  • neuromuskuläre Störungen
  • Gedeihstörung
  • gastroösophagealer Säurereflux
  • operative Eingriffe

Vor der Sondenlegung (Untersuchung vor dem Anlegen der PEG-Sonde)

Das medizinische Team des Kindes sollte aus Fachleuten bestehen, die vorzugsweise bei der Indikation zur Sondenlegung involviert waren und auch die gesamte Erhaltungsphase (Phase der Sondenernährung) mitverantworten. Normalerweise sind dies der Kinderarzt, der Gastroenterologe/Chirurg, der die PEG-Sonde legt und ein Experte, der sich gemeinsam mit den Eltern um die Sondenernährung und die Ausstiegsstrategie kümmert. Es ist notwendig, die Effizienz der Sondenernährung monatlich auf medizinischer, ernährungswissenschaftlicher und wachstumsbezogener Ebene zu überprüfen.

Vor dem Eingriff können diagnostische Untersuchungen des Abdomens (Röntgendiagnostik, Sonographie) erforderlich sein.

Am Tag, an dem die Gastrostomie durchgeführt wird, darf das Kind morgens nichts essen oder trinken (nächtliches Fasten). Es wird in manchen Fällen notwendig sein, dass der Chirurg oder Gastroenterologe das Kind durch eine intravenöse Glucose-Elektrolytlösung unterstützt. Die Gastrostomie wird meist unter Vollnarkose oder tiefer Sedierung durchgeführt.

Techniken

Bennet with a tubeDie perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG)

Am häufigsten wird diese Technik angewandt; in den meisten Ländern von einem Gastroenterologen, der dann auch die enterale Nahrung verschreibt, für die ein Ernährungsexperte das Follow-Up übernimmt. Die PEG-Sonde wird endoskopisch durch die Magenwand angelegt. Danach kann unter Umständen ein „Button“ (ein flacher Knopf bzw. Gegenplatte), der an der Bauchoberfläche anliegt) eingesetzt werden, wenn unsicher ist, ob das Kind seinen Ernährungsbedarf selbstständig decken wird können (wie es etwa bei Schluckproblemen oder massivem Reflux der Fall sein kann). Der Button hat eine Verschlusskappe, die für die Verabreichung der Sondennahrung geöffnet werden kann und in der Zeit, in der keine Sondennahrung oder Medikamente gegeben werden, geschlossen bleibt.

Die Entscheidungsgründe für die Wahl zwischen der laparoskopischen Technik oder einem offenen chirurgischen Eingriff sind begrenzt und hängen von der Grunderkrankung des Kindes ab.

Nachsorge und Erhaltungsphase

Nach einem Krankenhausaufenthalt von ein bis zwei Tagen und sobald die Operationswunde verheilt ist, kann das Kind zu seiner normalen Aktivität zurückkehren. Der überwiegende Teil der Zeit im Krankenhaus wird dafür verwendet, um die Eltern über ihre Pflegeaufgaben und die PEG-Sonde aufzuklären und ihnen zu zeigen, wie die Nahrungsverabreichung über die PEG-Sonde funktioniert. Die Effizienz der Sondenernährung wird wöchentlich oder monatlich überprüft. Sollten beim Kind etwaige unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten, wie beispielsweise Erbrechen, Würgereiz, Hautirritationen oder Schmerzen, muss das Kind so schnell wie möglich vom verantwortlichen Arzt untersucht werden.

An diesem Punkt sollte von den involvierten medizinischen Experten die Frage geklärt werden, ob die G-Sonde eine permanente oder eine beabsichtigte vorübergehende Maßnahme ist. Wenn die PEG-Sonde für einen begrenzten Zeitraum vorgesehen ist, so sollte die geplante Verweildauer der Sonde sowie die durch die Sondenernährung zu erreichenden Ziele festgelegt werden.

Das Team, das das Kind während der Erhaltungsphase betreut, sollte vom Kinderarzt des kleinen Patienten geleitet werden und u. a. aus einem Logopäden, Ergotherapeuten, Psychologen oder Ernährungsexperte bestehen, die ihr Hauptaugenmerk auf die entwicklungsbezogenen Probleme des Kindes legen und einen individuellen Behandlungsplan für das Kind zusammenstellen.

Marguerite Dunitz-Scheer