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7 Gründe, Ihr Kind von der Ernährungssonde zu befreien








8 Gründe, warum Eltern die Sondenernährung Ihrer Kinder fortsetzen




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Jedes Elternteil kennt es – es gibt Phasen im Leben eines Kindes, in denen es sehr heikel is(s)t. Da dürfen es tagelang nur die nackten Nudeln sein, die Wurst wird nur ohne Brot gegessen und alles Grüne am Teller verweigert. Dies sind ganz normale Perioden in der Entwicklung eines Kindes und in den meisten Fällen gehen sie genauso rasch wie sie begonnen haben auch wieder vorbei.

Was ist aber mit jenen Kindern, die ihre Nahrungsmittelpalette auf weniger als fünf verschiedene Lebensmittel beschränken und auch nach Wochen oder Monaten nicht die kleinste Änderung zulassen?

Diese Kinder zeigen oft einen großen Ekel gegenüber allem Unbekannten. Manche würgen sogar, wenn sie am Familientisch sitzen und das Essen der Geschwister und Eltern nur ansehen. Viele Kinder verweigern es sogar Nahrungsmittel einer bestimmten Konsistenz anzufassen. In diesem Fall spricht man von den sogenannten “Hochselektiven Essern” oder “Picky Eating”.

Betroffen sind mehr Buben als Mädchen. Schwierig wird es vor allem dann, wenn die Kinder durch die selbst gewählte Diät (z.B. nur Schokopudding einer bestimmten Sorte, nur Chips einer bestimmten Marke, nur flüssige Nahrung, nur Kost einer bestimmten Farbe,…) entweder gesundheitlich, im Wachstum oder sozial beeinträchtigt sind. Neben völlig gesunden Kindern zeigt sich das Störungsbild oft bei ehemals frühgeborenen Kindern oder Kindern mit Störungen aus dem Autismus-Spektrum.

So kann es neben einer Fehl- oder Mangelernährung auch zu Über- oder Untergewicht kommen. Außerdem ist es für diese Kinder schwierig, Kindergarten oder Schule zu besuchen, da es dort meist nicht das zu essen und zu trinken gibt, was sie akzeptieren.

Am belastendsten wird die Situation dann, wenn Urlaube oder Schullandwochen geplant sind und die Teilnahme der Kinder nicht möglich ist. Das hochselektive Essen belastet die ganze Familie. Es muss nicht nur für das Kind eigens eingekauft und gekocht werden, auch ist es dem Kind oft nicht möglich am gemeinsamen Esstisch zu sitzen und für die Geschwister scheint es unverständlich, warum dem/der Betroffenen eine Sonderbehandlung zuteil wird.

Außerdem ist die gesamte Essentwicklung oft eingeschränkt, vor allem bei Kindern, die sich rein breiig oder flüssig ernähren, da der Kauapparat und somit auch die Mundmotorik nicht adäquat genutzt und trainiert werden können. In weiterer Folge können somit auch Sprachentwicklungsprobleme auftreten.

Vom Umfeld wird oft großer Druck ausgeübt (“das gibt es doch nicht, dass dein Kind nichts anderes isst” oder “lass es doch einfach mal hungern”) bzw. die Situation bagatellisiert (“kein Kind verhungert vor der vollen Schüsseln” oder “alle Kinder sind noch groß und stark geworden”). Dies führt oft zur sozialen Isolation der Familie – Schuldgefühle auf Seiten der Eltern nehmen überhand.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich bei hochselektivem Essverhalten um eine Essstörung handelt, die ernstzunehmen ist. In diesen Fällen ist eine spezialisierte Betreuung durch ein erfahrenes interdisziplinäres Expertenteam für die gesamte Familie notwendig.

Wir bei NoTube bieten für hochselektive Esser sowohl 2-wöchige Esslernschulen als auch unser internetbasiertes Learn To Eat Programm an, um den Kindern ganz in ihrem Tempo, Schritt für Schritt zu einem alters- und entwicklungsstandgerechtem Essverhalten zu verhelfen.