Unsere Forschungsarbeit

Die Philosophie und Methode von NoTube basieren auf wissenschaftlichem Fachwissen, aufbauend auf klinischer Praxis, angeeignet innerhalb der letzten 25 Jahre. Unsere medizinischen Experten forschen seit vielen Jahren in den Bereichen der frühkindlichen Essverhaltensstörungen, Sondendependenz und Sondenentwöhnungsstrategien. Sie haben eine große Sammlung and wissenschaftlicher Literatur veröffentlicht und sind nach wie vor in zahlreiche Forschungsprojekte involviert.

Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Artikel und Studien zum Thema vor. Für Volltextartikel bitte kontaktieren Sie uns unter help@notube.com.

Publikationen zum Thema Essverhaltensstörungen

Kurzzusammenfassung der Studie/des Artikels

Intensive multidisciplinary intervention for pediatric feeding disorders. Eine systematische Überprüfung und Metaanalyse der intensiven multidisziplinären Interventionen bei Essstörungen  bei Kindern: Wie standardisiert ist der Behandlungsstandard wirklich?
Changes in psychopathology of parents of NOFT (non-organic failure to thrive) infants during treatment (auf Englisch) Diese klinische Studie zeigt, dass Eltern von Kindern mit nicht-organisch bedingten Gedeihstörungen schwere psychopathologische Auffälligkeiten zeigen. Diese reduzieren sich während der Behandlung des Kindes, nach einem Jahr zeigen nur noch 12% der Eltern Zeichen einer psychiatrischen Erkrankung.
Psychiatric diagnosis in infancy – a comparison Diese Studie vergleicht die beiden Diagnosesysteme DSM IV und DC:ZTT 0-3. Die Analyse der Daten ergibt, dass die Verwendung des ZTT DC0-3 in der frühen Kindheit auf Grund der klar definierten diagnostischen Einheiten äußerst hilfreich sein kann.
DC: 0-3 in pediatric liaison work with early eating behavior disorders Diese Arbeit bezieht sich auf die Anwendung der DC: 0-3 (Diagnostische Klassifikation Zero To Three, 1994) in Bezug auf die speziellen Umstände der Liaison in einem Kinderkrankenhaus. Das Klassifikationssystem DC: 0-3 hatte einen positiven Einfluss auf die Struktur und die Qualität der Diagnose und den Behandlungsplan. Es werden auch die Erfahrungen mit der DC: 0-3 bei einer Gruppe von Kindern mit schweren Essverhaltensstörungen beschrieben.
Infant mental health and feeding disorders from a pediatric perspective Diese Arbeit befasst sich aus pädiatrischer Perspektive mit dem Thema „Fütterstörungen“. Es wird die Rolle des Kinderarztes beschrieben, ebenso wie die einen Einfluss ausübenden Variablen Zeit, Entwicklung und Wachstum, der Einfluss von Wachstumskurven und Einfuhrprotokollen, die wichtigen ersten Schritte in der Klinik sowie die diagnostische Klassifikation von frühen Essverhaltensstörungen.
Frühkindliche Essstörungen Die Essentwicklung des Kindes und ihre Stadien werden beschrieben, außerdem wird auf die verschiedenen frühkindlichen Essstörungen eingegangen.
Interaktionsdiagnostik oder die Entmystifizierung der empathisch beobachtenden Interpretation zwischenmenschlichen Verhaltens Dieses Buchkapitel behandelt die Themen Interaktion, Kommunikation und Bindung, geht auf die diagnostischen Schwerpunkte ein und befasst sich intensiv mit der Interaktion in der frühen Kindheit.
Frühkindliche Ess- und Fütterstörungen In dieser Diplomarbeit wird die Rolle des Logopäden/der Logopädin während der interdisziplinären Sondenentwöhung dargestellt.
Essstörungen Beschrieben werden frühkindliche Essentwicklung, ihre Abweichungen sowie Diagnostik und Intervention bei frühkindlichen Essverhaltensstörungen.
Auswirkungen von logopädischen Interventionen auf die orofaziale Situation der Kinder nach Operation der Rachemandel Die vorliegende Masterthesis geht der Frage nach, ob und in welchem Ausmaß logopädische Interventionen (prä- und postoperativ) die orofazialen Funktionen (Schlucken, Saugen, Atmen, Kauen etc.) von Kindern beeinflussen. Die Daten dieser Längsschnittstudie wurden im Zeitraum von 19 Monaten gesammelt und aufbereitet.
Einfluss des Resilienzstatus von Eltern auf das Entstehen frühkindlicher Essstörungen im Alter von 0-5 Jahren Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Resilienzstatus bzw. der psychischen Widerstandsfähigkeit von Eltern, deren Kinder an frühkindlichen Fütterungsstörungen erkrankt sind.
Der Zusammenhang zwischen der Ekelempfindlichkeit und der Tendenz zu einer Essverhaltensstörung bei Kindern Diese Diplomarbeit geht der Frage nach, ob es bei 3-6-jährigen Kindern einen Zusammenhang zwischen dem Ekelempfinden und einem hochselektiven Essverhalten (Picky Eating) gibt.

Publikationen zum Thema Sondendependenz und –entwöhnung

Kurzzusammenfassung der Studie/des Artikels

Gastrostomy Tube Weaning and Treatment of Severe Selective Eating in Childhood: Experience in Israel Using an Intensive Three Week Program Background: Children dependent on gastrostomy tube feeding and those with extremely selective eating comprise the most challenging groups of early childhood eating disorders. We established, for the first time in Israel, a 3 week intensive weaning and treatment program for these patients based on the “Graz model.”
Netcoaching: A new and effective alternative to traditional onsite models for supervised tube weaning in infancy Dissertation von Mag.rer.nat. Sabine Marinschek zur Erlangung des akademischen Grades einer Doktorin der Medizinischen Wissenschaft (Dr. scient. med.) an der Medizinischen Universität Graz, Abteilung für Allgemeine Pädiatrie, Universitätsklinik für Kinder und Jugendliche, Graz
Long-term Outcomes of an Interdisciplinary Tube Weaning Program: A Quantitative Study Diese Studie analysiert Langzeitwirkungen (Ergebnis-, Wachstums- und Ernährungsdaten) in einer großen Stichprobe von ehemals sondenabhängigen Kindern 1 bis 6 Jahre nach Teilnahme an Entwöhnungsprogrammen die auf dem “Grazer Modell der Sondenentwöhnung” basieren.
Tube dependency as a result of prematurity Die Sondenabhängigkeit beschreibt das Verweilen des Kindes an der Sondenernährung und dem Nicht-Gelingen des Überganges zur oralen Ernährung obwohl medizinische Gründe für die weiterführende Sondenernährung fehlen., Es kann hierbei zu Symptomen wie oraler Aversion und Nahrungsverweigerung kommen. Diese Studie zielt darauf ab, die Prävalenz der Frühgeburt bei einer großen Kohorte von sondenabhängigen Kindern zu untersuchen.
A Program for Weaning Children from Enteral Feeding in a General Pediatric Unit: How, for Whom, and with What Results?. Frontiers in Pediatrics. 6. 10.3389/fped.2018.00010. Mirete, Justine & Thouvenin, Beatrice & Malecot, Gaelle & Le-Gouëz, Morgane & Chalouhi, Christel & du Fraysseix, Catherine & Royer, Aurélie & Leon, Anais & Vachey, Clément & Abadie, Veronique. (2018) To describe a series of children who were hospitalized for a tube-weaning program in the general pediatric ward of a pediatric tertiary university hospital: describe our method, to determine the success rate of our inpatient pediatric tube weaning program, and search for relevant factors linked to its success or failure.
Die Sonde – das „notwendige Übel“ am Weg zur Oralität Dieser Artikel beleuchtet die Sondenernährung im Kindesalter und weist auf Vor- sowie mögliche Nachteile aus medizinischer, aber auch psychosozialer Sicht hin. Die Entwicklung einer Sondendependenz als unintendierte Folge einer temporären Sondenernährung und die daraus resultierende Notwendigkeit der Sondenentwöhnung sowie die Rolle des niedergelassenen Kinderfacharztes werden thematisiert.
Nutritional/Growth Status in a Large Cohort of Medically Fragile Children Receiving Long-Term Enteral Nutrition Support Ziel der vorliegenden Studie war es, den Ernährungszustand und das Wachstum von medizinisch fragilen Kindern zu beurteilen, die eine langfristige enterale Ernährungsunterstützung (ENS) erhalten
Internetbasierte Sondenentwöhnung – Das geht auch digital. Dieser Artikel beschäftigt sich mit einem internetbasierten Programm, das Kinder beim Übergang von der Sonden- zur oralen Ernährung unterstützen soll. Vor- und Nachteile, technische Umsetzung und Zielgruppen werden beleuchtet, Ergebnisse berichtet, der Einsatz in der Praxis vorgestellt und der Text mit einem Fallbeispiel abgerundet.
Unintended Adverse Effects of Enteral Nutrition Support: Parental Perspective Die vorliegende Studie zeigt das Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen der enteralen Ernährung im Säuglings- und Kindesalter, wie sie aus elterlicher Sicht betrachtet und berichtet werden.
From each side of the tube: the Early Autonomy Training (EAT) program for tube dependent infants and parents Dieses Paper beschreibt das EAT-Programm, welches in Graz bei der Sondenentwöhnung von  Säuglingen und Kleinkindern durchgeführt wird.
Prevention and treatment of tube dependency in infancy an early childhood Ziel dieser Studie ist die Evaluierung der Sondenentwöhnung von Kindern innerhalb der letzten 20 Jahre. Erfolgsquoten werden aufgezeigt, aber auch die Tatsache, dass Anzahl und Schweregrad von Sondenabhängigkeit im frühen Kindesalter dringend minimiert werden muss.
Retrospective and prospective analysis of ICD-10 and ZTT DC:0-3R diagnoses in a population of tube dependent toddlers and young children Der Schwerpunkt dieser Diplomarbeit liegt auf der retrospektiven und prospektiven Analyse der ZTT DC:0-3R- und ICD-10- Diagnosen sondendependenter Kleinkinder.
Tube dependence: a reactive eating behavior disorder Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema Sondendependenz. Die verschiedenen Stufen der Abhängigkeit werden beschrieben, sowie Präventionsmaßnahmen diskutiert.
Weaning in children with congenital heart diseases from nutritional tube is easier than in other children Diese Arbeit beschreibt die erfolgreiche Entwöhnung von 20 Kindern (100%) mit der Diagnose einer Herzerkrankung durch das Grazer Programm zur Sondenentwöhnung.
Tube weaning according to the Graz Model in two children with Alagille Syndrome Diese Fallstudie beschäftigt sich mit dem Grazer Modell zur Sondenentwöhnung zweier Kinder, die aufgrund des Alagille-Syndroms eine Lebertransplantation erhielten.
Inpatient tube weaning in children with long term feeding tube dependency: A retrospective analysis In dieser Studie werden 221 Fallgeschichten von PatientInnen, welche am stationären 3-Wochen-Sondenentwöhnungsprogramm in Graz teilgenommen haben, analysiert. 92% der Kinder wurden nach Ablauf des Programms ausschließlich oral ernährt und somit erfolgreich von ihren Ernährungssonden entwöhnt.
A grain of normality – weaning a child with Marshall-Smith Syndrome from feeding tube: a case report Diese Fallstudie beschreibt den Entwöhnungsprozess eines 5-jährigen Mädchens mit Marshall-Smith Syndrom. Die Entwöhnung verlief erfolgreich – nach 3 Wochen war das Kind in der Lage, sich ausreichend oral zu ernähren.
Developmental impact of a standardized tube weaning program (EAT:Early Autonomy Training; Graz Model for weaning tube dependency in infancy) In dieser Dissertation geht es um die Frage, ob eine Sondenentwöhnung einen Einfluss auf die Entwicklung sondendependenter Kinder hat.

Weaning children off enteral nutrition by netcoaching versus onsite treatment: A comparative study
Diese retrospektive Studie wurde 2014 in einem hochrangigen Journal publiziert. Es vergleicht die Erfolgsquoten von 2 Entwöhnungsmodellen: Stationäre/ambulante Behandlung versus Netcoaching in einer großen Stichprobe. Beide Strategien basieren auf dem Grazer Modell zur Sondenentwöhnung. Anhand des Netcoaching-Programms wurden 90%, mittels der stationären/ambulanten Behandlung konnten 81% der Kinder erfolgreich von ihrer Sonde entwöhnt werden.
Sondenentwöhnung in der frühen Kindheit Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Modell der Grazer Sondenentwöhnung. Hervorgehoben wird die interdisziplinäre Herangehensweise. Insgesamt zeigt sich, dass 59 Kinder vollständig von der Ernährungssonde entwöhnt und 3 Kinder teilentwöhnt wurden. Auch kommt es 3 Monate nach Therapieende zu einer signifikanten Verbesserung des Gedeihens bei den Betroffenen.
Essen oder nicht Essen, das ist hier die Frage Der Artikel befasst sich mit (früh-)kindlicher Ernährung und dem Grazer Modell zur Sondenentwöhung. Es werden Tipps zur gelungenen Essentwicklung gegeben.
Logopaedie in der Sondenentwöhnung Diese Abhandlung beschreibt die logopädischen Interventionen im Rahmen des Grazer Modells zur Sondenentwöhnung.
Infantiler Botulismus Anhand eines Fallbeispiels wird die Diagnose und Therapie des Infantilen Botulismus diskutiert.
Sondenentwöhnung Dieser Artikel beschreibt die Möglichkeiten, Interessantes und Nützliches zum Thema Sondenentwöhnung.
Klinisch funktionelle Schluckdiagnostik und Effizienz der Sondenentwöhnung bei pädiatrischen Dysphagiepatienten in einer retro- sowie prospektiven Evaluation Diese medizinische Diplomarbeit befasst sich mit der Diagnostik von DysphagiepatientInnen in der Pädiatrie sowie deren Auswirkung auf die Sondenenwöhnung.
Sondenentwöhnung zerebralparetischer Kinder am Grazer Modell und die Aufgabe der LogopädIn Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der logopädischen Intervention von enteral ernährten zerebralparetischen Kindern im Rahmen der Sondentwöhnung nach dem Grazer Modell.
Mein Kind isst nicht mehr: Systemische- und Bindungsaspekte bei Ätiologie und Intervention frühkindlicher Ess- und Fütterungsstörungen Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit frühkindlichen Fütterungsstörungen und Sondendependenz, deren Diagnostik und möglicher Interventionen. Im Weiteren werden verschiedene Interaktionsstile beschrieben.
Retrospektive Analyse der Prävalenz von Frühgeburtlichkeit (<30SSW) in einer großen Inanspruchnahmepopulation sondendependenter Kinder Diese Diplomarbeit beschreibt den Zusammenhang zwischen dem Gestationsalter von Frühgeborenen (<30SSW) und Sondenernährung, anderen medizinischen Komplikationen und der Erfolgsquote der Sondenentwöhnung.

Die Bibliographien unserer medizinischen Experten

Im Laufe ihrer beruflichen Laufbahn als Ärzte haben unsere medizinischen Experten zahlreiche wissenschaftliche Artikel und Kapitel in verschiedenen renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Büchern publiziert. Die dabei behandelten Themen gehören meist dem Bereich der Essverhaltensstörungen an und einige Geschichten sind einfach autobiographische Romane. Eine vollständige Liste ihrer Publikationen steht hier zu Ihrer Verfügung:

  • Univ.-Prof. Dr. med. Marguerite Dunitz-Scheer – Bibliographie
  • Univ.-Prof. Dr. med. Peter Scheer – Bibliographie
  • Mag.rer.nat. Dr.scient.med. Sabine Marinschek – Publikationen
  • Mag.rer.nat. Dr.scient.med. Karoline Pahsini – Publikationen
  • Dr. med. Elisabeth Beckenbach – Publikationen
  • Fachliteratur und medizinische Zusatzinformationen

    OurScientific_Literature

    An der Medizinischen Universität Graz

    Das NoTube-Team ist seit mehr als 25 Jahren in den Bereichen frühkindliche Essverhaltensstörungen, Sondendependenz und Sondenentwöhnungsmethoden wissenschaftlich tätig. Wir haben all unser Wissen und unsere Erfahrung in unserer jahrelangen klinischen Praxis am Universitätsklinikum Graz gesammelt. Der Ansatz, den wir bei der Sondenentwöhnung verfolgen, baut auf dem Grazer Modell der Sondenentwöhnung auf. Der Fachbegriff der „Sondendependenz“ wurde vor vielen Jahren von Prof. Marguerite Dunitz-Scheer geprägt und von ihr in vielen Publikationen umfassend beschrieben. Als unbeabsichtigte Folge einer langzeitigen Sondenernährung im Säuglings- und Kindesalter kann sich die Sondendependenz negativ auf die kindliche Entwicklung auswirken.
    Einer der aktuellsten wissenschaftlichen Artikel wurde 2014 in einem renommierten Journal publiziert und behandelt die hohe Erfolgsquote unseres telemedizinischen Netcoaching-Programms.


    Die Klassifikation von Essverhaltensstörungen

    Die Diagnostische Klassifikation: 0-3R (Revised Diagnostic Classification Zero to Three) ist das einzige Diagnostiksystem, anhand dessen frühkindliche Essverhaltensstörungen in mindestens 6 Subkategorien unterteilt werden können. Die DC0-3R ergänzt das Klassifikationsschema DSM IV-R und ermöglicht eine Klassifikation über 5 Achsen, die u. a. medizinische, entwicklungsbezogene, psychosoziale und beziehungsbezogene Probleme umfassen. Experten des NoTube-Teams waren Teil der Arbeitsgruppe der NCCIP (National Center for Clinical Inafnt Programs), die 1994 das erste Diagnosemanual erarbeitete und 2005 dessen erste Revision (DC0-3R) veröffentlichte.

    Die Sondendependenz als solche ist noch keine eigenständige diagnostische Kategorie. Sie kann posttraumatische Aspekte, sensorische und wahrnehmungsbezogene Probleme und ein weites Spektrum an Störungen der Eltern-Kind-Interaktion umfassen. Im Rahmen der Vordiagnostik werden all diese Punkte beachtet.

    Laden Sie unsere Zusammenfassung der DC0-3R von frühkindlichen Essverhaltensstörungen herunter!

    DC0-3R